Der Verein ist an einer guten Zusammenarbeit mit dem jeweils zuständigen Jugendamt interessiert und möchte diesem seine Erfahrungen und Möglichkeiten zur Verfügung stellen. Er bietet die Beteiligung an der AG nach § 78 KJHG an, um dort seinem Beitrag zur Umsetzung einen bezirklichen Kinder- und Jugendpolitik zu leisten. QualitätsentwicklungDie Diskussion um Qualitätskriterien für die Arbeit in Kindertagesstätten hat in den vergangenen Jahren neue Impulse erhalten. In Anbetracht der sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnisse, mit den Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Kindern, sowie den Anforderungen an Kinder wächst die Bedeutung der Qualität in öffentlichen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen.Die Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen Kita-Platz und der Vergleich auf europäischer Ebene macht es notwendig über die Qualität der Kinderbetreuung nachzudenken. In Fragen der Qualitätssicherung können die Probleme der Quantität nicht die Fragen der Qualität verdrängen.In unserm Bestreben zur Qualitätssicherung orientieren wir uns an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Ergebnissen der nationalen Qualitätsinitiative. Wir erwarten und ermöglichen einen kontinuierlichen Weiterbildungsprozess unseres Personals. Auf der Grundlage bestehender pädagogischer Konzepte unterstützen wir die Teams bei der Entwicklung und Überprüfung der inhaltlichen Arbeit.Ein jeweils auf die Bedürfnisse des Hauses abgestimmter Fortbildungskatalog, soll zur Qualifizierung der Mitarbeiter beitragen. Wir werden die pädagogischen Prozesse begleiten und im Dialog mit Eltern, Kindern und Erzieherinnen sein. Wir favorisieren den demokratischen Leitungsstil und helfen bei der Erstellung eines Leitungskonzeptes. Wir streben die Erstellung eines Qualitätskataloges an, mit dem es möglich wird anhand entsprechender Überprüfungsinstrumentarien die Kita’s zu evaluieren.Pädagogische SchwerpunkteEingewöhnungEinerseits macht es die berufliche Situation der Familien notwendig, Kinder in einer Kindertagesstätte betreuen zu lassen, andererseits ist das gemeinsame Erleben unter Kindern ein wunderbarer und sinnvoller Entwicklungsbegleiter für das Kind und deren Familien. Für Kinder bietet diese Betreuung oft mehr Möglichkeiten, als eine ausschließliche Eltern- Kind Beziehung. Damit sich diese Form der Betreuung positiv auf das Kind auswirkt, bedarf es einer sehr einfühlsamen und angemessenen Eingewöhnungszeit.Die Kindertagesstätten erarbeiten ein entsprechendes Eingewöhnungsmodell, welches einen harmonischen Übergang von der Familie in das Kita-Leben ermöglicht und den Kindern einen sanften Einstieg in den neuen Lebensabschnitt bietet. Wir legen darauf Wert, dass die Familien die Möglichkeit erhalten sich schon vor Beginn der Betreuungszeit in der Kita zu orientieren. Angebotene Schnupperstunden oder Spielnachmittage bieten die Möglichkeit das Eingewöhnungsmodell sowie das Kita-Team kennen zu lernen und die Ausstrahlung und Atmosphäre der Einrichtung zu spüren.Haben sich Eltern für eine Einrichtung entschieden, beginnt die Zeit der gemeinsamen Vorbereitung und Durchführung der Eingewöhnung. In dieser Phase führen Erzieherinnen mit den Eltern vertrauensvolle Gespräche, um wesentliche Aspekte über die Kinder und deren bisherige Entwicklung zu erfahren.So kann sich die Kita über wesentliche Gesichtspunkte der Familiensituation, den Entwicklungsstand, Vorlieben und Fähigkeiten des Kindes informieren. Alle Aktivitäten zur Eingewöhnung werden vorrangig mit dem Blick auf das Kind, seinem individuellen Anliegen, sowie den Bedürfnissen der Eltern koordiniert.Wir nehmen uns Zeit für die Eingewöhnung und sehen die enge Einbindung der Familien in diesen Prozess als Grundstein für die zukünftige vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Elternhaus und der Kita.VorschularbeitSchüler werden ist nicht schwer…!Um Schule zu bewältigen brauchen Kinder psychische Stabilität, soziale- aber auch Sachkompetenz. Kinder brauchen Vertrauen in sich selbst und zu anderen Kindern, Gruppen, Erwachsenen, Neugier und Fähigkeit zu experimentieren. Sie brauchen Mut, Selbstvertrauen, um Rückschläge und Enttäuschungen verkraften zu können und andere Lösungswege zu finden.Die Schulvorbereitung kann nicht eng auf das letzte Kindergartenjahr begrenzt gesehen werden. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten die Kinder brauchen, um die Schule meistern zu können, werden im Verlauf der gesamten Kita-Zeit erworben.Jede Kindertagesstätte hat sich zur Vorschularbeit ein Konzept erarbeitet, welches den Kindern ermöglicht sich optimal auf den neuen Lebensabschnitt einzustellen und die notwendigen Voraussetzungen zu erlangen.Das Konzept ist auf der Grundlage neuester pädagogischer Erkenntnisse erstellt und passt sich den jeweiligen Rahmenbedingungen der Kita und den Bedürfnissen der Gesellschaft, sowie dem Umfeld der Kinder/ Familien an. Die Familien werden in den Prozess der Entwicklung und Umsetzung einbezogen. Die Kinder lernen in sozialen Zusammenhängen, dazu erfolgt eine anregende, entwicklungsfördernde Gestaltung des Lebens in der Kindertagesstätte und es werden Möglichkeiten zur Erlangung notwendiger Kompetenzen geschaffen. Die Kinder sollen lernen, selbst Lösungswege zu finden und selbstbewusst zu handeln. Das Ziel aller am Prozess Beteiligten soll es sein, die Kinder zu unterstützen, damit sie sich mit allen Sinnen, in allen Kompetenzbereichen entwickeln. Sowohl im Denken und Sprechen als auch in ihrer Selbständigkeit, ihrer emotionalen Stabilität und Ausdrucksfähigkeit und ihren sozialen Fähigkeiten.IntegrationWir sehen die Betreuung von Kindern mit Behinderung, unterschiedlichen Entwicklungsvoraussetzungen und Förderbedarf als eine notwendige, soziale Dienstleistung. Dabei geht es um die Anerkennung und Wertschätzung der individuellen Besonderheit des Menschen und das Recht auf Entfaltung seiner Persönlichkeit. Integration ist ein wechselseitiger Prozess des Lernens für alle Beteiligten. Dieses bildet die Grundlage für die pädagogische Arbeit in der Kindertagesstätte.Um den Kindern und Familien gerecht zu werden, müssen Bedingungen und Konzepte zur Betreuung und Erziehung in der Kita vorhanden sein bzw. mit dem gesamten Erzieher/innenteam erarbeitet werden. Dazu ist es notwendig die Gesamtbedingungen des Hauses zu prüfen und entsprechend den Notwendigkeiten diese so zu verändern, dass alle Kinder in der Kindertagesstätte gemeinsam lernen, spielen und leben können. In der integrativen Bildung und Erziehung legen wir besonderen Wert auf die Herausbildung eines Selbstkonzeptes und der Ich-Kompetenz des Kindes mit Behinderung, die Förderung der Lern- und Kommunikationsmöglichkeiten sowie die Entwicklung der Selbständigkeit und Ausgeglichenheit.Aufgabe der Erzieher/ innen ist es das Kind in seiner Gesamtheit wahrzunehmen und es in seiner Entwicklung zu begleiten. Dabei stehen nicht die sogenannten Defizite im Vordergrund, sondern es geht um das Aufgreifen seines Wissens und Könnens und dem Schaffen von optimalen Entwicklungsbedingungen für alle Kinder.Kinder, Eltern und Erzieher/innen lernen das Anderssein des Anderen wahrzunehmen, es auszuhalten und es zu akzeptieren. Die Mitarbeiter/innen stehen den Eltern vertrauensvoll zur Seite und begleiten diese durch das Einbringen ihrer Sichtweise und Fachkompetenz.GemeinwesenarbeitKinder sollen dort lernen wo das Leben passiert!Das heißt, für uns ist die Kindertagesstätte ein offener, aktiver Lebensraum, der sich nicht als Insel versteht, sondern Verbindungen zum Gemeinwesen pflegt und eine Vernetzung mit diesem anstrebt. Grundlage dazu bildet die Analyse des sozialen Umfeldes der Kita, das Prüfen der eigenen Ressourcen und das Aufspüren der realen Lernsituationen.Das Einbringen dieser Erkenntnisse in die tägliche pädagogische Arbeit ermöglicht den Kindern sich Fähig- und Fertigkeiten anzueignen, die ein Leben in unserer Gesellschaft ermöglichen, ihnen helfen das Leben umfassender zu begreifen und sich aktiv an der Lebensgestaltung zu beteiligen. Darüber hinaus soll Gemeinwesenarbeit durch das Knüpfen von Beziehungen zu den Menschen und Institutionen gekennzeichnet sein. Diese sollen durch Kooperation, gemeinsamen Gestalten und einem offenen, konstruktiven Miteinander geprägt sein.Die Mitarbeiter/Innen der Kindertagesstätte greifen diese Grundsätze der pädagogischen Arbeit auf und gestalten die Prozesse aktiv mit. Sie suchen sich kompetente Partner und beziehen die Eltern und andere Institutionen in die Arbeit mit ein.